Leben mit dem Echo – Karsten D. Hartmann und die PTBS

Die Ruinen von Karlovac (Foto: Hartmann)

Die Ruinen von Karlovac (Foto: Hartmann)

Ein kleiner Trigger genügt, und es ist alles wieder da: die Bilder, die Stimmen, die Geräusche, die Gerüche, der Schock, wie ein Echo aus ferner Zeit. Nicht bewusst, nicht in allen Einzelheiten, aber deutlich genug, um Karsten D. Hartmann* wieder für eine Weile aus der Bahn zu werfen. Keiner in seinem Umfeld weiß, was sich dahinter verbirgt. (Text © Birte Vogel; Fotos © K.D. Hartmann)

Er trägt es nicht vor sich her. Nur, wenn er zufällig irgendwo jemanden trifft, der Ähnliches erlebt hat, dann braucht es ein, zwei kurze Sätze, einen Blick, und er weiß: Du also auch. „Wie viele?“, fragt er höchstens, und der andere antwortet vielleicht: „Fünf.“ Und dann gehen sie wieder auseinander.

Als ich ihn anrief und um ein Interview bat, zögerte er zunächst, sagte dann aber zu. Zum ersten Mal spricht er nun öffentlich über seine Jahre auf dem Balkan. Er ist sehr angespannt und raucht eine Zigarette nach der anderen.
Karsten D. Hartmann, Anfang 40, Journalist, war Flüchtlingshelfer in Jugoslawien, als sich dort Anfang der 1990er Jahre Nachbarn und Brüder über drei Jahre lang bekriegten und ganz Europa ihnen tatenlos dabei zusah. Es war ein Krieg, der gleich hinter der von sonnenhungrigen Touristen bevölkerten Küste Kroatiens begann und der bis heute anhält. Zumindest im Kopf von Karsten D. Hartmann.

Hartmann 1993 in Bosnien

Hartmann 1993 in Bosnien

Hartmann 1993 in Bosnien (Foto: privat)

Hartmann 1993 in Bosnien (Foto: privat)

Im Juni 1992, als der Krieg vor Deutschlands Haustür bereits seit einem Jahr tobte, war Kriegsdienstverweigerer Hartmann 25 Jahre alt und Student der Germanistik und Philosophie. Nach einer Vorlesung über Karl Jaspers kam Hartmann vor der Universität an dem Stand einer christlichen Organisation vorbei, die Unterschriften gegen den Krieg sammelte. Er wusste nichts über diesen Krieg. Er hatte bis dahin nicht einmal gewusst, dass es in Jugoslawien Kroaten, Serben und Bosnier gab.

Hartmann sah sich die Fotos an, die an dem Stand auslagen, Fotos von zerbombten Häusern, einem halb zerstörten Krankenhaus in Osijek, in dem viele Kinder lagen. „Natürlich leistet man da seine Unterschrift,“ sagt er heute, „das ist ja wohl das Wenigste.“ Er unterschrieb und ging weiter.

Wenige Schritte später drehte er sich noch einmal um. Fünf junge Männer standen mit verschränkten Armen hinter dem Stand und unterhielten sich. „In diesem Moment“, sagt Hartmann, „fragte ich mich: ist je mit Unterschriften ein Krieg beendet worden? Was könnte man mit der Arbeitskraft dieser fünf jungen Männer an einem Tag alles verändern! Stattdessen stehen die hier herum und sammeln Unterschriften, die niemanden interessieren!“

Ihm ging ein Satz aus seiner Vorlesung durch den Kopf: „Die Verantwortung für die Welt liegt in der Hand jedes Einzelnen.“ Der Professor hatte hinzugefügt: „Ihr seid die Elite unserer Gesellschaft! Ihr habt Verantwortung für sie!“

Kriegsflüchtlinge

Kriegsflüchtlinge

Hartmann überlegte nicht lange. Wie konnte er sich darüber aufregen, dass niemand etwas Handfestes gegen diesen Krieg tat, wenn er selber auch nichts unternahm? Also setzte er sich in Bewegung. Er sprach noch am selben Tag mit verschiedenen Leuten, entwarf einen Plan und machte sich sofort an die Umsetzung.

Der damalige Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU) seiner Heimatstadt trommelte nach einem Gespräch mit Hartmann im Verband die ersten 6.000 DM zusammen, ein Sicherheitsunternehmen lieh ihm einen LKW, Hartmann verteilte Flugblätter, bekam Spenden in Form von Medikamenten, Verbandsmaterial, Lebensmitteln und Winterkleidung.

Und genau 13 Tage, nachdem er seine Unterschrift gegen den Krieg geleistet hatte, schloss er sich mit zwei Helfern und dem bis unter die Decke vollgepackten 7,5-Tonner einem Konvoi der Caritas nach Kroatien an.

Bei Touristen auch im Krieg beliebt: Kroatiens Küste

Bei Touristen auch im Krieg beliebt: Kroatiens Küste

Der nördliche Teil Kroatiens war zu diesem Zeitpunkt von direkten Kriegshandlungen noch verschont geblieben. Doch die Städte waren völlig überfüllt mit zig Tausenden Bosniern und Kroaten, die aus den von Serben eroberten Gebieten hatten fliehen müssen. Sie wurden auf hastig hochgezimmerte, slum-artige Baracken und alte Kasernen verteilt, wo sie eng zusammengepfercht auf das Ende des Krieges hofften und darauf, dass sie es überhaupt erleben würden. Als der Platz nicht reichte, wurden sie in Hotels untergebracht, wo sie in vollkommen überfüllten Zimmern hausten. Zumindest bis zu Beginn der Touristensaison. Denn die Urlauber ließen sich vom wenige Kilometer entfernten Krieg nicht beeindrucken. Für sie wurden die Hotels wieder geräumt.

Zusammengepfercht im Flüchtlingslager

Zusammengepfercht im Flüchtlingslager

Die Caritas hatte in einer kroatischen Hafenstadt ein Sammellager für Spenden bereitgestellt, geleitet von Ante, einem, wie Hartmann sagt, „völlig verrückten Priester“, der Sonntags ganz normal seine Messen zelebrierte und wochentags Ordnung in das chaotische Elend brachte. Mit einer Flasche Brandy stets in Reichweite und einer Maschinenpistole unter dem Talar.
Er setzte wieder und wieder sein Leben aufs Spiel, um den hungernden Menschen in der umkämpften Zone gleich hinter den Bergen, nur 50 km von der Küste entfernt, Lebensmittel und Hoffnung zu bringen.

Als Hartmann zum ersten Mal nach Kroatien kam, fragte er sich: „Wieso fahren wir hier hin? Hier ist doch gar nichts!“ Doch der Priester lud Hartmann und seine beiden Helfer zwei Tage später in seinen kleinen, weißen VW-Bus ein und zeigte ihnen, wofür sie die lange Reise gemacht hatten.

Der Bulli war schon alt, doch er fuhr. Zu verdanken war dies, laut Ante, unter anderem dem segensreichen Beistand seines Schutzheiligen Don Bosco, dessen Konterfei, in ein durchsichtiges, ovales Plastikmedaillon gepresst, während der Fahrt am Rückspiegel hin und her schaukelte.

Der Schutzheilige Don Bosco

Der Schutzheilige Don Bosco

Der Heilige Johannes Bosco hat sich in Deutschland vornehmlich durch seinen Spruch „Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen“ verewigt. In Kroatien hielt er die ganzen Kriegsjahre hindurch seine schützende Hand über den verrückten Ante und seine deutschen Helfer.

Zunächst fuhren sie die schöne kroatische Küste entlang, an der sich auch jetzt Touristen in der Sonne bräunten. Irgendwo bog Ante ab und fuhr hinauf in die Berge. Er hielt sich an keine Geschwindigkeitsbegrenzung und eigentlich auch sonst an keine Straßenverkehrsregeln. Den drei Deutschen wurde ziemlich schnell ziemlich schlecht. Und immer noch war nichts zu sehen vom Krieg.

„Doch dann kamen wir um eine Kurve,“ erzählt Hartmann, “ und ganz plötzlich standen links von uns Häuser, von denen nur noch die Grundmauern standen. Alles andere war schwarz und tot.“

Zerstörung in Gospić

Zerstörung in Gospić

Dann sagte der Priester: „Dort links sitzen die Tschetniks“, und drückte aufs Gas. Diese Fahrt war immer ein Spiel mit dem Leben, denn die serbischen Heckenschützen waren bekannt für ihre sinnlosen Schießereien auf unbeteiligte Zivilisten.

Schließlich kam die kleine Gruppe in Gospić an, der kleinen Hauptstadt der Region Lika, in der kroatische Truppen bereits 1991 gegen die serbische Bevölkerung vorgegangen waren, was als „Massaker von Gospić“ in die Geschichte einging. Später jedoch hatten serbische Truppen die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Der Großteil der Bevölkerung war geflohen, nur wenige harrten aus und wurden durch Menschen wie Ante mit dem Lebensnotwendigen versorgt.

Ivanas einziger verbliebener Schatz: zwei Ziegen

Ivanas einziger verbliebener Schatz: zwei Ziegen

Eine, die ausharrte, war Ivana, eine alte Dame, deren kleines Haus bis auf zwei Zimmer im Erdgeschoss vollkommen zerstört war. Es waren ihr nur noch ein paar Kleider und zwei Ziegen geblieben. Ihre wenigen Habseligkeiten hatte sie in blaue Plastiksäcke gestopft und sie in das winzige Nebenzimmer gepfercht. Im anderen Zimmer lebte sie, ohne Strom, ohne Heizung. Neben dem Fenster hatte sie einen kleinen Altar aufgebaut, ein paar verblasste Heiligenbilder lehnten an der Wand, darunter Priester Antes Freund Don Bosco, ein kleines Holzkreuz lag davor und eine Kerze. Für die alte Dame war dies schon der zweite Krieg. Sie konnte alle Schutzheiligen dieser Welt gebrauchen.

Ivana freute sich unbändig über so viel jungen Besuch, und lud alle in ihr winziges Zimmer ein. Ihr rundes, runzliges Gesicht strahlte. Sie bekam nur noch selten Besuch. Ihre Nachbarn waren entweder tot oder geflohen. Anbieten konnte sie ihren Besuchern nichts, denn sie hatte nichts. Als der Priester ihr einen Bananenkarton voller Lebensmittel überreichte und sagte, die seien von dem jungen Deutschen, fiel sie weinend vor Hartmann auf die Knie und küsste seine Hände wieder und wieder.
„Ich habe mich in Grund und Boden geschämt“, sagt Hartmann, zieht an seiner Zigarette und starrt auf den Boden. Es dauert einen Augenblick bis er weiterspricht.

Von diesem Tag in Gospić an gab es für Hartmann kein Zurück mehr. Er erkannte, dass das, was er in nicht einmal zwei Wochen in Deutschland gesammelt hatte, genau dort ankam, wo es hin sollte. Es war nicht seine Unterschrift, die der alten Ivana geholfen hatte, sondern seine Tatkraft.

Das Zimmer kann nicht geheizt werden: Ivana muss frieren.

Das Zimmer kann nicht geheizt werden: die alte Dame muss frieren.

Und so kehrte Hartmann zurück nach Deutschland und weitete seine Sammelaktionen aus. Freunde veranstalteten ein Benefizkonzert, das mehrere tausend Mark in die Kasse spülte. Die Presse wurde auf ihn aufmerksam und sorgte mit Berichten dafür, dass immer mehr Geld- und Sachspenden eingingen. Am Ende hatte er rund 400 Helfer in ganz Deutschland, die in ihren Heimatstädten für ihn sammelten: Medikamente, Lebensmittel, Kleidung und Geld.

Mit Antes Hilfe wurde das kroatische Lager der Caritas zu Hartmanns Basis. Von dort aus koordinierte er die Lieferungen der Hilfstransporte und die Verteilung an Bedürftige. Seine deutschen Helfer brachten mehrmals im Monat Hilfsgüter in LKWs und kleinen Transportern. Wenn die Lage ruhig war, nahmen Ante und er die Helfer mit nach Gospić, zu Ivana, um ihnen zu zeigen, für wen sie das alles überhaupt machten. Auf Ivanas Altar stand seit Kurzem ein neues Foto: Hartmann.

Einmal fuhren sie noch etwas weiter, nach Lički Osik, einem Dorf, das ähnlich leer und zerstört war wie Gospić. Sie hielten beim Pfarramt, oder dem, was davon noch übrig war. Der Pfarrer lebte in einem Raum hinter der ehemaligen Pfarrei und musste jeden Tag auf seine fast völlig zerstörte Kirche starren. Das Dach fehlte, die Fenster waren zertrümmert worden, der Innenraum vollkommen ausgebrannt, sogar die Steckdosen hatten die Serben noch herausgerissen, bevor sie gingen.

Die vollkommen zerstörte Kirche von Licki Osik

Die vollkommen zerstörte Kirche von Lički Osik

Einer von Hartmanns deutschen Helfern überquerte die Straße, um sich die Zerstörung auf der anderen Straßenseite näher anzusehen. Hartmann rief ihn sofort zurück. Nicht nur lagen überall im Dorf Blindgänger herum. Nur wenige Hundert Meter hinter diesen Häusern lagen außerdem noch immer serbische Heckenschützen mit ihren Gewehren im Anschlag. Ein Schritt zuviel hätte den Helfer das Leben kosten können.

Unterdessen spitzte sich die Lage in manchen Städten weiter zu. Immer wieder gab es Transporte von Hartmanns Lager aus in die Kampfgebiete.
Eines Tages fragte einer der Fahrer Hartmann, ob er auch schwarze Schuhcreme hätte. Hartmann stutzte. „Dann verstand ich“, sagt er, „dieser Transport ging zum Militär!“
Viele kroatische Soldaten mussten sich ihre Schuhe selbst kaufen. So mancher von ihnen stand deshalb mit seinen Sonntagsschuhen an der Front. Diese Schuhe wollten natürlich gepflegt werden, doch Hartmann sagt: „Ich wollte nicht, dass humanitäre Hilfsgüter aus Deutschland vom Militär abgezogen werden.“ Abgesehen davon, dass es in seinem Lager keine Schuhcreme gab.

Hilfstransporte werden gepackt

Hilfstransporte werden gepackt

Also fuhr er ab sofort selber ins Kriegsgebiet, um sicherzugehen, dass die Ladung nicht umgeleitet wurde. Ante, der Priester, erhielt eines Nachts um 2 Uhr einen Anruf aus dem Krankenhaus von Šibenik, einer Hafenstadt Dalmatiens, die massiv unter serbischem Beschuss stand. Ante schickte Hartmann sofort los, um den Bulli mit Medikamenten aus ihrem eigenen Lager zu beladen. Zwei Stunden später waren Hartmann und der Priester auf dem Weg nach Dalmatien.

Es war der erste gefährliche Transport mitten hinein ins Kriegsgebiet. Ihm sollten viele weitere folgen. Als die Serben während der „Operation Maslenica“versuchten, die dalmatinische Küste einzunehmen, beschloss Hartmann, von nun an allein ins Kriegsgebiet zu fahren. Priester Ante sollte im Lager bleiben, damit wenigstens einer von ihnen die Verteilung weiter organisieren und überwachen könnte, falls dem anderen etwas zustieße.

Hartmann hatte sich mittlerweile einen alten fahrtüchtigen und gepanzerten LKW besorgt, ihm große Aufkleber mit „Humanitarna Pomoć“ (Humanitäre Hilfe) auf die Seiten geklebt und fuhr mit nichts weiter bewaffnet, als einem Cassettenspieler, Lautsprechern und einem Fotoapparat mitten hinein ins Kriegsgebiet.

Sie spielen das nach, was sie erlebt haben

Kinder spielen Erlebtes nach

Šibenik hatte eigentlich eines der bestausgestatteten Krankenhäuser Kroatiens. Es war sogar auf einen Krieg vorbereitet, da es einen Bunker hatte, in den es nun seine Patienten verlegt hatte. Hartmann fuhr nun mehrfach dorthin, um dringend benötigte Medikamente zu bringen.

„Wir hatten so guten Zulauf aus Deutschland, dass wir vereinzelt LKWs nach Bosnien schicken konnten.“ Diese Touren übernahmen andere Fahrer. „Es war mir zu heiß. Wenn mir dort etwas passiert wäre, hätte ich diesen Job nicht weitermachen können“ sagt er. Doch er änderte seine Meinung sehr bald.

Die Luft im Raum ist mittlerweile zum Schneiden dick. Hartmann steht auf und holt die erste Flasche Wein aus der Küche.

„Die Nachrichtenbilder in Kroatien waren viel drastischer als das, was man in Deutschland zeigte“, erzählt er, während er sich Wein eingießt und den ersten Schluck nimmt. „Eines Abends gab es eine kurze Nachrichtensequenz aus Bihać. Ein Kameramann filmte ein Haus, in das eine Granate einschlug. Das Haus war plötzlich nicht mehr zu sehen, ging in Staub auf. Aus dem Staub heraus kam eine schreiende Frau gerannt, die Arme weit auseinander gerissen. Als sie einen Soldaten sah, rannte sie auf ihn zu und sackte in dem Moment, in dem sie Körperkontakt hatten, in sich zusammen.“ In diesem Moment wusste er, dass er nach Bihać fahren musste.

Bihać liegt in einem Talkessel im heutigen Nordwesten Bosnien-Herzegowinas. Die Stadt war zu Kriegszeiten von Serben umzingelt. Die Landbevölkerung war entweder ermordet oder in die Stadt hineingetrieben worden. Die Vereinten Nationen hatten Bihać zur Schutzzone erklärt und waren ständig präsent, jedoch nur auf „friedenserhaltender Mission“, was die serbischen Truppen deshalb genauso wenig störte, wie in Srebrenica.

Soldat der UNPROFOR in Bihać

Soldat der UNPROFOR in Bihać

Bihać war seit langem vollständig abgeriegelt. Niemand kam dort hinein oder hinaus. Doch wenn Hartmann sich etwas in den Kopf setzt, dann zieht er es durch. „Das Wort ‚abgeriegelt'“, sagt er, „relativiert sich, wenn man die richtigen Papiere und den entsprechenden Dickschädel hat.“ Er hatte beides, und er fuhr los. Mit zwei anderen humanitären Helfern schaffte er, was kein anderer schaffte: er überwand alle Checkpoints (auch wenn er manches Mal zwei Wochen lang an einem Checkpoint aufgehalten wurde) und fuhr schließlich mit vollgepacktem LKW in Bihać ein.

Die Serben beschossen die Stadt immer wieder mit Streubomben. Viele blieben als Blindgänger liegen, bis Kinder mit ihnen spielten.
Als Hartmann in die Stadt hereinfuhr, sah er ihre Leichen überall herumliegen. Schwer zu ertragen für einen Studenten, der vor kurzem noch nichts über diesen Krieg gewusst hatte. Doch er fuhr weiter.

„Für die Menschen in Bihać war das ein Symbol: Europa hat uns nicht vergessen“, sagt Hartmann. „Selbst bei Granatenbeschuss kamen sie zu Hunderten auf die Straßen gerannt, wenn wir einfuhren. Und es war nicht nur der Hunger, der sie auf die Straßen trieb. Auch wenn der Schwarzmarkt mit den Serben florierte. Die verkauften Lebensmittel und Waffen an die Menschen in Bihać.“ Waffen? Ich glaube, Hartmann hat sich versprochen. Er hatte sich bereits Wein nachgegossen. Doch ich habe richtig gehört. Freie Marktwirtschaft in Zeiten des Krieges.

Sehnlichst erwarteter Kontakt zur Außenwelt

Sehnlichst erwarteter Kontakt zur Außenwelt

Nachdem seine Lieferung im Krankenhaus angekommen war, machte Hartmann sich eine Liste mit allem, was dringend benötigt wurde. „Ich musste abklären, welche Röntgengeräte sie hatten, welche Filme sie brauchten, was für Dialysegeräte, welche Schläuche, wie hoch der Anteil an Kindern und Erwachsenen war, denn Babys benötigen für Infusionen andere Schläuche als Erwachsene.“ Anschließend fuhr er nach Deutschland zurück, wo seine zahlreichen Helfer bereits in Kontakt mit Pharmafirmen waren, die viele Medikamente spendeten. Erst kurz vor seiner Rückfahrt nach Bosnien kaufte Hartmann das, was noch fehlte und das, was er nicht umsonst bekommen konnte, bei Aktion Medor. Im örtlichen Handelshof besorgte er Babynahrung, um die letzten Lücken im LKW aufzufüllen, und dann ging es wieder los.

dringend benötigte Babynahrung

Dringend benötigte Babynahrung

Bei einem seiner kurzen Aufenthalte in Bihać lernte er den 14-jährigen Mirza kennen, einen aufgeweckten Jungen, der ihm fortan als Übersetzer zur Seite stand. „Mirza wollte nicht zu Hause herumsitzen. Er wollte unbedingt etwas tun und hat mich oft begleitet.“ Mirza übersetzte für Hartmann im Krankenhaus, beim Militär, beim Bürgermeister.

Doch dann bat Mirzas Mutter Karsten D. Hartmann, ihren Sohn aus Bihać herauszuholen. „Ich sagte zu ihr: Sie kennen mich doch gar nicht“, sagt Hartmann. Was er nicht wusste: zwei Tage zuvor war genau vor ihrem Haus eine Granate eingeschlagen und hatte viele ihrer Nachbarn schwer verletzt. Das Blut konnte Hartmann aus dem Fenster heraus noch sehen. „Sie sagte nur: Schlimmer als hier kann es nirgendwo sein.“ Hartmann kam es keinen Augenblick in den Sinn, die Bitte der Mutter abzulehnen.
Er rief seinen Vater in Deutschland an, gab ihm den Namen des Jungen durch und bat ihn, alles vorzubereiten.

Lieferung für das Krankenhaus

Lieferung für das Krankenhaus – alle helfen mit

Vater Hartmann, ein sehr korrekter mittelständischer Unternehmer, ging sofort ins Rathaus, um eine Aufenthaltsgenehmigung für einen bosnischen Flüchtling zu bekommen. Man sagte ihm, das würde ein paar Wochen dauern. Doch Hartmann senior ließ sich nicht so einfach abwimmeln und erklärte dem verdutzten Angestellten: „Sie haben maximal drei Stunden Zeit. Mein Sohn ist dort unten unter massivem Granatbeschuss, der bosnische Junge ebenso. Ich werde diesen Raum nicht ohne diesen Zettel verlassen.“ Es ist offensichtlich, von wem Karsten D. Hartmann seinen Dickschädel geerbt hat.

Und er brachte Mirza heile nach Deutschland, wo der Junge drei Jahre lang bei Hartmanns Eltern lebte. Er hat den Krieg überlebt. Mirza ist heute Sicherheitsoffizier in Sarajevo, wird gut bezahlt und kann sogar seine Mutter unterstützen, die es auch geschafft hat, obwohl sie in Bihać geblieben war.

Mirza war der Erste, aber nicht der Einzige, der mit Hartmanns Hilfe aus Bihać herauskam. Wenn er keine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland bekam, schmuggelte Hartmann auch jemanden heimlich nach draußen. Unter Lebensgefahr für beide. Er kannte es bereits, von serbischen Soldaten mit vorgehaltener Waffe gezwungen zu werden, aus dem LKW auszusteigen. Er kannte die Angst, an einem Checkpoint irgendwo im Nirgendwo warten zu müssen, bis über sein Schicksal entschieden wird. Und dennoch.

Selten waren Soldaten so sichtbar

Selten waren Soldaten so sichtbar

Irgendwann hatte er also die Grenze der Angst überschritten. Mir ist nicht ganz klar, wann und wie dies geschehen ist, also hake ich nach. Hartmann ist mittlerweile bei der zweiten Flasche Wein angekommen. Seine Stimme ist gepresst, als er weiterspricht.

Zu jener Zeit, als er durch die serbisch besetzte Krajina nach Bihać fuhr, wurden Nicht-Serben aus ihren Dörfern vertrieben. „Wenn sie ihre Dörfer nicht freiwillig verließen“, so Hartmann, „begingen die Soldaten unvorstellbare Grausamkeiten an den Schwächsten: den Kindern.“ Er hat es nicht gesehen, aber er hat ihre Schreie gehört. Und erst später von Flüchtlingen in Bihać erfahren, was geschehen war.

Und dann kam ein Tag, an dem Hartmann in Bihać blieb, weil er die Ausreisepapiere für zwei Jugendliche noch immer nicht bekommen hatte. Die Stadt, mit etwa 150.000 Flüchtlingen völlig überfüllt und ausgehungert, wurde von den serbischen Milizen massiv unter Beschuss genommen. „Sie lagen kaum 800 Meter entfernt“, sagt Hartmann. „Mein Bruder saß gerade in Deutschland beim Frisör, als er im Radio hörte, dass ein deutscher Student in Bihać eingeschlossen war.“

Ein Arzt in Bihać am Ende seiner Kräfte

Ein Arzt in Bihać am Ende seiner Kräfte

Zu dieser Zeit war Hartmann in dem einzigen dreistöckigen Haus seiner Straße untergebracht. Bei Granatbeschuss kam die ganze Straße zu diesem Haus gelaufen. Man hatte sich ausgerechnet, dass eine Granate, wenn sie das Haus treffen würde, im Dachgeschoss detonieren würde und den ersten Stock mit zerstören würde. Im Erdgeschoss könnte man glimpflich davonkommen. An diesem Tag nun befanden sich ungefähr 30 Frauen und Kinder mit Hartmann im Wohnzimmer des Hauses, das geschützter lag als die anderen Räume. Hartmann war der einzige Mann in diesem Raum, denn „an diesem Tag musste jeder Junge ab 16 Jahren an die Front.“

„Wir wussten alle genau, was passieren würde, wenn die Serben die Front durchbrechen würden“, sagt Hartmann. Die Erlebnisse der Flüchtlinge hatten sich in der Stadt schnell herumgesprochen. „Ich hatte Todesangst“, sagt er, „alles um mich herum schrie, meine Hände flatterten, ich habe mir fast in die Hose gemacht. Es war eine Form von Angst, wie ich sie nie zuvor erlebt hatte.“

Die Armee in Bihać war auf sich allein gestellt

Das Militär in Bihać war auf sich allein gestellt

Er hatte in diesem Raum mit den Frauen und Kindern mehr Angst, als in dem Moment, in dem er alleine am Checkpoint von serbischen Milizen mit vorgehaltener Waffe aus dem Auto gezerrt worden war. „Und auf einmal“, sagt er, „bin ich mir meiner Rolle als einziger Mann in diesem Raum bewusst geworden.“ Er stand auf, zog seine Splitterschutzweste aus und zog sie einem Kind über, nahm seine UN-Pressekarte, die ihn als neutralen Beobachter hätte ausweisen können, schob sie unter den Teppich und stellte sich neben die Tür, einzig bewaffnet mit einem Stiefelmesser.

„Dieser Augenblick hat mein Leben endgültig verändert“, sagt Hartmann. „Ich hatte mich entschieden. Wenn die Serben dort eingefallen wären, ich hätte so viele wie möglich umgebracht.“ Er stand nicht auf einer politischen Seite, sondern auf der Seite der Frauen und Kinder, der unschuldigen Opfer. Er weiß, es hätte ihnen allen wenig genützt, aber aus dem Kriegsdienstverweigerer war in diesem Moment ein Soldat geworden, der bereit war zu töten. Der Gedanke daran macht ihm bis heute Angst.

Mädchen mit Hartmanns Splitterschutzweste

Mädchen mit Hartmanns Splitterschutzweste

Er hat viel getrunken in den Jahren, die er zwischen der friedlichen Normalität in Deutschland und dem brutalen Bruderkrieg auf dem Balkan verbrachte. „Mir ging es gut“, sagt er, „ich konnte ja immer wieder wegfahren.“ Warum dann der viele Alkohol? „Ich war tagsüber eine Logistik-Maschine. Ich musste funktionieren, egal, was um mich herum geschah.“ Um sich wenigstens am Abend wieder als Mensch fühlen zu können, griff er zur Flasche. „In dem Moment, in dem man zu trinken beginnt“, sagt er, „spürt man seine Emotionen wieder. Und das ist gut.“

Als der Krieg 1995 auf Initiative der Amerikaner (nicht der Europäer) durch das Friedensabkommen von Dayton endlich beendet wurde, war Hartmann gerade in Deutschland, um neue Transporte zu organisieren. Doch er konnte nun nicht einfach zum Alltag zurückkehren. „Ich kann nicht drei Jahre lang am Pulsschlag der Geschichte sitzen und dann plötzlich wieder Mittelhochdeutsch lernen“, sagt er. Es kam ihm banal vor, er sah keinen Sinn darin.

Kind mit Kriegsverletzung lernt wieder laufen.

Kind mit Kriegsverletzung lernt wieder laufen.

Ein Dreivierteljahr lang arbeitete er in Teilzeit an einer Autobahnraststätte und legte eines Tages ein Messer neben sein Bett. Dieses Messer hatte ihm ein Handwerker in Bihać aus einer Eisenbahnschiene geschmiedet, Klingenlänge 30 cm. „Ich überlegte: bringe ich mich um, oder kann ich in einer solchen Welt weiterleben?“, sagt er und trinkt einen Schluck Wein. Dann sagt er: „Ich entschied mich zu leben. Ich wollte nicht, dass der Krieg gewonnen hat. Ich wollte, dass ich gewonnen habe.“

Er lernte eine Frau kennen, die ihn langsam wieder in einen normalen Alltag begleitete. Sie hatte eine dreijährige Tochter aus einer früheren Beziehung. Mit ihnen hatte Hartmann wieder jemanden, für den er die Verantwortung übernehmen konnte. Er nahm es sehr genau damit, zu genau für deutsche, friedliche Verhältnisse. „Als ich das erste Mal mit ihr und dem Kind spazieren ging“, sagt er, „trug ich das Messer mit der langen Klinge bei mir. Ganz offen am rechten Bein.“ Es war für ihn vollkommen normal, derart bewaffnet durch die Stadt zu gehen.

Später, als er mit seinen beiden Schützlingen und seiner neugeborenen leiblichen Tochter zusammenlebte, hatte er immer mindestens 200 Liter Diesel im Keller, hielt sämtliche Papiere in Ordnung und legte Geld zur Seite. „Ich wäre jederzeit in der Lage gewesen, sofort zu fliehen. Und zwar als erster“, sagt er.
Bei einem Spaziergang mit seiner Tochter entlang einer Landstraße kam ihnen einmal ein Motorrad mit überhöhter Geschwindigkeit entgegen. „Das Geräusch“, sagt Hartmann, „brachte mich dazu, mich über das Kind zu werfen und mit ihr auf dem Boden liegen zu bleiben, bis das Motorrad weg war. Ich wusste, dass es ein Motorrad war, aber bei mir kam das Signal an: Granatenbeschuss. In diesem Moment denkt man nicht, sondern man handelt automatisch.“

Bihać 1994 unter Beschuss

Bihać 1994 unter Beschuss

Vor drei Jahren, Hartmann hatte ein paar Bier getrunken, ging er mit seiner Frau zu einer Kirmes. Als sie ankamen, gab es plötzlich ein Feuerwerk. „Ich merkte, wie ich bei jedem Knall mit den Schultern zuckte, habe mir aber weiter keine Gedanken darüber gemacht.“ Seine Frau sorgte dafür, dass sie die Kirmes sofort verließen. Doch sie kamen auf die Hauptstraße, auf der Ströme von Menschen unterwegs waren. Hartmann sah einen Kinderwagen. „In diesem Moment war Feierabend“, sagt er. Er begann zu hyperventilieren und suchte mit den Augen die umliegenden Dächer nach Scharfschützen ab.

„Mein Verstand sagte mir ganz klar: du bist hier in Deutschland, das war ein Feuerwerk, hier ist Kirmes, es ist alles in Ordnung. Aber gleichzeitig heulte ich wie ein Schlosshund, schaute zu den Dächern hoch und wartete darauf, dass die ersten Scharfschützen anfangen zu zielen.“

Jetzt wusste er, dass der Krieg für ihn noch längst nicht vorbei war. Im selben Jahr fuhr er mit seiner Familie in den Urlaub. Nach Bosnien. Er stand vor dem ehemaligen Flüchtlingslager, in dem er eine Zeitlang gearbeitet hatte, und sah, dass seine nunmehr neunjährige Tochter im Gras vor diesem Lager begann Rad zu schlagen. Wenig später sah er, dass in den Ruinen der nahegelegenen Kirche ein acht oder neun Meter hoher Baum gewachsen war. „Ich hatte das Gefühl, es sei Gras drüber gewachsen“, sagt er.

Die Kirchenruine während des Krieges

Die Kirchenruine während des Krieges

Doch wieder zu Hause angelangt, traf er einen Mann auf dem Flohmarkt. Er war Bosnier, ehemaliger Soldat. Die Serben hatten ihn unbewaffnet in eine Frontlinie hineingetrieben und gezwungen, hindurchzulaufen. Unbewaffnet. „Ich fragte ihn, wie er sich heute fühlt, hier im Frieden, im Paradies“, sagt Hartmann. „Er sagte: Wir werden es nie vergessen. Nie.“ Am Abend betrank Hartmann sich. Wieder einmal.

Einige Zeit später war er zu der Hochzeit seines Cousins eingeladen. Auf der Fahrt dorthin hörte er im Radio, dass israelisches Militär ein palästinensisches Flüchtlingslager mit Raketen beschossen hatte. „An diesem Abend habe ich mich derart betrunken, dass ich innerhalb einer Stunde nicht mehr ansprechbar war“, sagt Hartmann. Danach beschloss er, eine Therapie zu machen.

Als ich ihm zu Beginn unseres Gesprächs erklärt hatte, dass ich gerne herausfinden möchte, wie es so weit kommen konnte, dass der Frieden fünfzehn Jahre nach Ende des Krieges noch immer nicht in seinem Kopf angekommen ist, hatte er mich mit einem schallenden Lachen unterbrochen und gesagt: „Wie hört sich das denn an? Ich bin doch nicht verrückt!“
Nein, verrückt ist er nicht, doch er hat Schaden genommen. Schaden an der Seele.

Frau mit Kind während die Stadt unter Beschuss stand

Das Kind versteht noch nicht, was vor dem Haus geschieht. Die Mutter schon.

Medizinisch nennt man das, was Hartmann hat, ein „Kriegstrauma“, und die Folgen „Posttraumatische Belastungsstörung“. Der Ausdruck „Störung“ ist vielleicht unglücklich gewählt, doch „über den Begriff […] wird viel diskutiert“, schreibt Dr. Dunja Voos in ihrem Medizin-Blog. „Einige Experten sind der Meinung, dass er geändert werden sollte, weil die Betroffenen durch die Bezeichnung „Störung“ stigmatisiert werden. Denn das Gehirn war bzw. die Betroffenen waren ja ursprünglich gesund – es ist ihnen allerdings etwas widerfahren, was das ursprünglich Gesunde (vorübergehend) stark verformt hat.“ Kein Wunder, dass Hartmann sich wehrt, wenn er glaubt, für verrückt gehalten zu werden.

In der Therapie erkannte Hartmann, dass es Worte für das gibt, was ihm widerfährt, dass es erklärbar, greifbar ist. Er vergleicht es mit einem Computer: der Speicher ist voll; der Mensch muss funktionieren, ist aber damit bereits völlig ausgelastet. So wird das, was durch die Trigger ausgelöst wird, auf emotionaler Ebene gespeichert, kann vom Verstand nicht mehr bewältigt werden und führt zu unkontrollierbaren Reaktionen.

Heute weiß Hartmann das. Und dennoch, wenn er jemanden trifft, der Ähnliches erlebt hat, und sie sich mit wenigen Worten darüber austauschen, wieviele Freunde in diesem Krieg gestorben sind, dann löst das unbewusst genau so etwas in ihm aus, wie ein Feuerwerk oder ein Kinderwagen. Das wird sich nie ändern. Auch das hat Hartmann gelernt. Die Trigger und seine Reaktionen darauf werden mit der Zeit verblassen, er wird lernen, immer besser damit umzugehen. Dank der Therapie kann er solche Situationen heute schon wesentlich souveräner handhaben. Doch es wird nie ganz weggehen.

Vor kurzem dachte er allen Ernstes daran, nach Afghanistan zu gehen, um den Menschen dort zu helfen. Das Einzige, was ihn davon abhält, ist seine heute zwölfjährige Tochter. Und sie sagt das, was viele andere sich nicht trauen ihm zu sagen: „Ich hasse es, wenn du trinkst.“

Hartmann wird es schaffen. Und irgendwann wird er auch den Alkohol nicht mehr brauchen, um sich zu betäuben. Er hat es sich fest vorgenommen, seiner Tochter zuliebe. Und wenn Karsten D. Hartmann sich etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht er es auch durch. Mit allen Konsequenzen.

(Fotos: © K. D. Hartmann)

*Alle Namen in diesem Porträt sind geändert.

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Birte Vogel

Birte Vogel ist Journalistin, Autorin und Porträtistin. Sie schreibt für Kulturinstitutionen, Unternehmen und diverse Medien (Print und online) und coacht u. a. im Porträtschreiben. Ihr Porträtband "Hannover persönlich" wurde 2013 von der Leipziger Buchmesse und neobooks mit einem der drei Sachbuchpreise des autoren@leipzig Awards ausgezeichnet. 2011 stand sie auf der Shortlist des Schneelöwen Journalistenpreises für einen Artikel über den Dalai Lama in der Neuen Zürcher Zeitung.

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